Hier erhältst Du detaillierte
Informationen über die von
Donald HEBB durchgeführten Versuchsreihen.
Hier kannst Du Dich über
Arten von Reizen, die zu einer Wahrnehmung führen, genauer informieren.
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Wahrnehmung |
- Selbsterfahrung: Wie beeinflussen Außenreize und deren Wahrnehmung
unser gesamtes Verhalten?
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Solange wir leben, sind wir einem ständig wechselnden
Strom von Reizen
ausgesetzt, der aus der Umwelt durch Augen,
Ohren, Haut und andere Sinnesorgane, aber auch aus dem eigenen Körper auf
uns zuströmt.
Was geschieht aber, wenn dieser Strom unterbrochen wird, wenn der Input künstlich
abgeschaltet wird?
Die ersten systematischen Experimente
zur Wirkung eines solchen Reizentzuges - man spricht auch von sensorischer
Deprivation
- führte ein Forscherteam unter Leitung des kanadischen Psychologen Donald
O. HEBB in den 50er Jahren durch.
Wenn Du Lust und Laune hast, kannst Du obig beschriebenes
Experiment zunächst an Dir selbst erproben:
"Lege Dich mit leichter Kleidung in einem ruhigen Raum bei angenehmer Temperatur
auf ein bequemes Bett. Wenn Du keine Milchglasbrillen zur Hand hast, lege Dir
zwei Hälften eines aufgeschnittenen Tischtennisballs über die Augen.
Erzeuge mit einem Radiolautsprecher ein monotones Rauschen, das die in der Umgebung
auftretenden Geräusche verschwinden läßt (z. B. kein Sender
eingestellt). Ein bis zwei Stunden in diesem Zustand werden genügen, um
einen Eindruck von einer 'Welt ohne Reiz' zu erhalten."
Protokolliere anschließende Deine Eindrücke, um sie mit nachfolgenden
Original-Untersuchungsergebnissen zu vergleichen!
Da es nahezu unmöglich ist, einen Zustand von vollständigem
Reizentzug herzustellen - selbst weißes Licht besteht aus einem Gemisch
von sämtlichen Farben, genauso wie gleichförmiges Rauschen sich aus
unzähligen Tönen zusammensetzt - hat man sich auf den Terminus "Wahrnehmungsentzug"
geeinigt.
Präsentation der
gängigsten Untersuchungsergebnisse
- Durch Reizentzug werden nicht nur die Wahrnehmung, sondern auch die psychische
Leistungsfähigkeit und die Stimmung beeinflußt.
- Bei längerem Reizentzug kommt es einerseits zu einem großen "Reizhunger",
andererseits entstehen bei vielen Menschen Trugwahrnehmungen
.

- Diese Erscheinungen lassen sich nicht nur durch totalen Reizentzug hervorrufen,
sondern auch durch ständig gleichbleibende Reizsituationen (Monotonie).
- Die Beeinflußbarkeit durch Reizentzug und das Auftreten von Halluzinationen
sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Sie hängen ab von den Einzelheiten
der Versuchssituation und von der Einstellung und Persönlichkeit der
Versuchspersonen.
© Linz 1998, Jungwirth & Kaimberger