Sexualverhalten im Jugendalter

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Im Jugendalter zeigen beide Geschlechter eine Dominanz der Kurzzeitstrategien im Sexualverhalten (siehe auch Strategien des Sexualverhaltens ). Mädchen und Jungen versuchen zunächst mit möglichst vielen möglichen Sexualpartnern in Beziehung zu kommen. Dennoch zeigen sich geschlechterspezifische Wertvorstellungen bezüglich Sexualität und Partnerschaft. Mädchen verbinden eher Sexualität mit Partnerschaft als das Jungen tun. Leistungsdruck verspüren beide Geschlechter(vgl. Jaspers und Moselbach zit. n. Oerter / Dreher, S. 286). (siehe auch Entwicklungstheorie sexueller Orientierung )


[Bearbeiten] Sexuelle Entwicklung im Zeitvergleich

In den letzten 30 Jahren haben wir es mit einer Vorverlagerung der sexuellen Aktivitäten zu tun. Jungen und Mädchen beginnen heute früher sexuelle Kontakte zu knüpfen als noch vor 20 bis 30 Jahren. Jungen und Mädchen werden früher geschlechtsreif und beginnen auch früher sexuelle Erfahrungen zu sammeln (vgl. Kluge zit. n. Oerter / Dreher, S. 287).

Aus einer repräsentativen Wiederholungsbefragung von 14- bis 17-jährigen deutschen Jugendlichen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über Jugendsexualität [1] geht hervor, dass tatsächlich Mädchen und Jungen früher sexuell aktiv werden.

Es erfolgte Mitte der Neuzigerjahre ein Anstieg der Mädchen mit Geschlechtsverkehrserfahrungen hauptsächlich in den Alterskategorien 14, 15 und 16 Jahren. Wobei diese Werte sich auf ein in etwa gleich bleibendes Niveau eingependelt haben. Auch Jungen beginnen heute früher sexuelle Erfahrungen zu sammeln, diese beginnen aber durchschnittlich ein bis zwei Jahre später als Mädchen (vgl. BZgA Jugendsexualität, S.74ff;)

Es liegt die Vermutung nahe, dass das Sinken des Alters, indem Geschlechtsverkehr praktiziert wird, eng mit dem Alter der sexuellen Reife zusammenhängt.

Mädchen erreichen ihre sexuelle Reife immer früher. Im Vergleich von 1980 zu heute zeigt sich das Mädchen viel früher ihre erste Periode bekommen. 35 % der Mädchen haben ihre erste Menarch mit 12 Jahren, und 18 % mit 11 Jahren oder früher. Wenn man dies mit der Müttergeneration von 1980 vergleicht, bei ihnen waren es nur 17 %, die mit 12 Jahren oder früher die erste Regelblutung erlebten, wird klar, dass die sexuelle Reife der Mädchen enorm früher einsetzt (vgl. BZgA Jugendsexualität, S.72)


[Bearbeiten] Literatur

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Jugendsexualität - Repräsentativen Wiederholungsbefragung von 14- bis 17-jährigen Jugendlichen und ihren Eltern, 2006 http://www.bzga.de/botmed_13316100.html

Rolf Oerter & Eva Dreher: Kapitel 7 – Jugendalter (S. 258 – 318), In Rolf Oerter & Leo Montada (Hrsg.), Entwicklungspsychologie. Weinheim: Beltz.

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