Jugendliche als Marginalperson

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Kurt Lewin sieht als zentralen Konflikt des Jugendalters, die Zwischenstellung des Jugendlichen zwischen Kindheit und Erwachsenendasein. Die Grenz- bzw. Randstellung, die der Jugendliche in dieser Zeit einnimmt macht ihn zu einer so genannten marginalen Persönlichkeit.

Zwei zusätzliche Unsicherheiten in dieser Phase:

  • Der Wechsel in einen noch wenig bekannten Lebensbereich, der im Gegensatz zum bisherigen Erfahrungsbereich weniger strukturiert und stärker ausgeweitet ist.
  • Die Veränderungen des Körpers bringt Verwirrung mit sich.

Das Ausmaß eines Konflikts in dieser Zeit hängt ab davon:

  • wie groß die Kluft zwischen Erwachsenenkultur und Kindheit ist
  • wie sich der Jugendliche in seiner Position als Marginalperson wahrnimmt

Außerdem wird die Position als Marginalperson unterschiedlich wahrgenommen. Schüler, Studenten oder arbeitslose Jugendliche nehmen diese Stellung deutlicher wahr, als Jugendliche, die bereits im Berufsleben stehen. Folgen der Marginalisierung sind eine Entfremdung des Jugendlichen von der umgebenden Gesellschaft und die Wahl alternativer Lebensformen. (vgl. Montada 2002, S.305)

[Bearbeiten] Literatur

Montada, Leo (2002). Fragen, Konzepte, Perspektiven (S. 3-53). In Rolf Oerter & Leo Montada (Hrsg.), Entwicklungspsychologie. Weinheim: Beltz.

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