Hooliganismus

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Definition

Hooliganismus

[Bearbeiten] Herkunft des Wortes „Hooligan“

Der genaue Ursprung ist bis heute nicht bekannt. Man schwankt zwischen zwei Alternativen: „Houlihan“ – eine irische Familie, die aufgrund ihrer Aggressivität und der Trinkbereitschaft bekannt ist. „Hooley’s Gang“ – eine Bande jugendlicher Krimineller

[Bearbeiten] Historische Entwicklung rund um den Begriff „Hooliganismus“

Anfang des 19. Jahrhundert wurden Rowdy’s, die auch viel Alkohol konsumierten, als Hooligans bezeichnet. Erst ab den 60er Jahren wurden erstmals gewaltbereite Fußballfans damit in Verbindung gebracht, anfangs nur in Großbritannien und später auch in Deutschland. Zu Beginn bezeichneten die Medien aggressive Fans als Hooligans. Mit der Zeit nannten sich die Betroffenen jedoch auch selbst so, da sie es als Art Ehrentitel ansahen, weil sie sich von den „normalen“ Fans mit Dressen und Schals abheben wollten. Sie sind also eine gewaltbereite Subkultur ohne ideologische Basis.


Die vorwiegend männlichen Hooligans, die meist um die 20 Jahre alt sind, reagieren aufgrund einer erhöhten Aggressionsbereitschaft in Zusammenhang mit anderen Faktoren, die sich aus einem bestimmten Ereignis herausbilden, bedürfnisstimulierend. Bei Fußballspielen kommt es des Öfteren zu Ausschreitungen, die jedoch vermutlich nicht durch Kombination aus Alkohol und Gewalttätigkeit entstehen, sondern vielmehr vom Umfeld der Veranstaltung abhängen. Dazu fehlen bislang aber eindeutige Ergebnisse der Untersuchungen.


[Bearbeiten] Resultate aus bisherigen Studien

In Großbritannien sind Hooligans meist arbeitslos, stammen aus sozial schwachen Schichten und neigen dazu, Alkohol zu trinken, wodurch die Gewaltbereitschaft steigt.

In Deutschland hingegen stammen Hooligans aus weitaus besseren sozialen Schichten. Sie leben sozusagen 2 vollkommen unterschiedliche Identitäten aus: Wochentags sind sie fleißige Arbeiter (Juristen, Ärzte u.a.), am Wochenende zeigen sie das „aggressive Ich“. Aggression ist für diese Hooligans eine Art Droge, die schon vorher wohl geplant ist – sei es beispielsweise über Internet oder Telefon. Äußerlich sieht man diesen Gewaltbereiten nichts an. Sie kleiden sich unauffällig.

In Italien ähneln die Hooligans den Britischen: Niedere soziale Schicht und Arbeitslosigkeit sind Kennzeichen.

Belgischen Untersuchungen zufolge kann man zwischen drei Arten von Hooligans unterscheiden:

- Einerseits jene, die sich bereits strafbar gemacht haben und die Gewalttat lange zuvor planen.

- Andererseits die, die sich Respekt verschaffen wollen.

- Die 3. Gruppe: Mitläufer, die aber nicht aggressiv handeln, sondern nur verbale Unterstützung sind.


[Bearbeiten] Literatur

Oerter, Rolf & Montada, Leo (Hrsg.) (2002). Entwicklungspsychologie. Weinheim: Beltz.

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/EMOTION/A-Hooliganismus.shtml


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