Frühkindliche Entwicklung

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Zahlreiche Forschungsergebnisse bestätigen eine kontinuierliche Entwicklung vom Säugling bis zum Vorschulkind und weit darüber hinaus, wobei diese Entwicklung eine Anregung, Begleitung und Hilfestellung durch die Umwelt voraussetzt. Zu keiner Zeit seines Lebens lernt ein Kind schneller und mehr als in den ersten Lebensjahren, denn schon in den ersten Monaten erforschen Babys aktiv die Welt und bewältigen mit Hilfe ihrer Sinne eine Fülle von Reizen und Eindrücken.

Besonders für das Gehirn ist keine Entwicklungsphase so bedeutsam wie die ersten sechs Lebensjahre, auch wenn die Gehirnentwicklung noch lange weitergeht, aber die Funktionen des Wahrnehmens und des Denkens, des Erkennens und Fühlens, des Reagierens und des sozialen Handelns werden in dieser Zeit angelegt. Das kindliche Gehirn ist in dieser Zeit einerseits sehr empfindsam für schädigende Umwelteinflüsse, andererseits reagiert es äußerst flexibel auf solche Einflüsse, weshalb in den ersten Lebensjahren entscheidende Grundlagen für die weitere Entwicklung gelegt werden. Grundlegend für eine gesunde soziale Entwicklung eines Kindes ist dabei eine sichere Bindung zwischen dem Kind und seiner Mutter oder einer anderen stabilen Bezugsperson, wobei sich diese Bindung nicht nur auf die soziale und emotionale Entwicklung auswirkt, sondern auch auf die kognitive Entwicklung, also auf Funktionen der Wahrnehmung, des Handelns, des Lernens, Erinnerns und Denkens. Die im ersten Lebensjahr erworbenen sozial-kognitiven Fähigkeiten beeinflussen entscheidend die weitere Entwicklung.

Quelle
Aschersleben, Gisa (2009). Die frühe sozial-kognitive Entwicklung von Kindern und ihre Einflussfaktoren - Risiken und Chancen.
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/179429/ (09-06-21)

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