1. Fragestellung: Welches Problem versucht die Arbeit zu lösen, welche Fragestellung zu beantworten? Ist die Frage- bzw. Problemstellung verständlich? Ist sie auf den aktuellen Stand der Forschung bezogen? Ist sie hinsichtlich Umfang und Präzisionsgrad bearbeitbar (realistisch, praktikabel)?Welche Relevanz hat die Fragestellung für das Bildungswesen? Welche Hilfestellung will die Arbeit welchen Praktiker/innen geben?

2. Stand der Forschung & Theorie. Wie gut ist die Literaturauswahl bzw. die Auswahl der Theorien/ Forschungsansätze begründet? Wie plausibel ist die Darstellung des Forschungsstandes strukturiert? Wie aktuell ist der Bericht über den Forschungsstand; werden Theorieentwicklungen und empirische Befunde aus den letzten fünf Jahren einbezogen? Was genau soll theoretisch erklärt werden? Wie sind Wirkungsbeziehungen konzipiert (qualitativ: Ursachen, Wirkungen, Wechselwirkungen, „Wirkungsnetze“; quantitativ: unabhängige und abhängige Variablen)?

3. Methodisches Vorgehen, Arbeitsweise. Wie deutlich wird gezeigt, mit welcher Herangehensweise und in welchen Arbeitsschritten die Frage- / Problemstellung bearbeitet wird? Wird diese Herangehensweise und werden diese Schritte plausibel begründet? Wird deutlich, mit welcher Strategie bzw. Vorgehensweise die Literatur analysiert wird bzw. der/ die ausgewählte/n theoretische/n Ansatz/ Ansätze verarbeitet werden? Sind die gewählten Methoden (inkl. Auswahl der Methoden und Kriterien des Sampling) dem Forschungsgegenstand angemessen  und geeignet, das Forschungsziel zu erreichen? Sind sie in Bezug auf die Fragestellung plausibel ausgewählt und begründet? Werden sie den Informant/inn/en (Proband/inn/en) gerecht, ohne sie zu schädigen?
4. Ergebnisse und Diskussion. Wie deutlich wird, welche Ergebnisse erzielt wurden? Werden die Ergebnisse eindeutig als Antworten auf die Fragestellung (Problemstellung) formuliert? Werden Qualität und Aussagekraft der Ergebnisse explizit bewertet, qualifiziert und in einen sinnvollen Rahmen eingeordnet? Wird die Geltung der Ergebnisse hinreichend reflektiert (Geltungsbereich, Validität, Verallgemeinerbarkeit usw.)? Wie deutlich wird die wichtigste positive Qualität, die entscheidende Leistung der vorgestellten Arbeit dargestellt? Methodenkritik: Werden die Stärken und Schwächen der gewählten Vorgehensweise reflektiert und Konsequenzen daraus gezogen? Werden offene Fragen, praktische und theoretische Konsequenzen für die Forschung explizit diskutiert? Verhält sich die Arbeit kritisch gegenüber bestehenden Verhältnissen/ Theorien/ Auffassungen/ Traditionen (welchen?), oder verbleibt sie unkritisch in einem vorgegebenen Horizont (in welchem)?