Kindergarten bringt Kindern aus benachteiligten Familien weniger als erwartet

Im Forschungsprojekt „Migration und Mehrsprachigkeit in der österreichischen Schule“ wurden Kindergartenbesuchsquoten zwischen österreichischen Bundesländern und Herkunftsgruppen sowie nach sozialem Hintergrund verglichen. Die Unterschiede gestalten sich überraschenderweise anders als erwartet. Die Besuchsdauer der Zweiten Generation unterschiedlicher Herkunftsgruppen variiert bei Weitem weniger als jene zwischen den Bundesländern innerhalb der Herkunftsgruppen. Ebenso wurde bei einer Analyse der Bildungsstandarddaten aus dem Jahr 2013 festgestellt, dass die Kinder der Eltern mit weniger hohen Bildungsabschlüssen in Österreich weniger von längerem Kindergartenbesuch profitierten als jene von Eltern mit höheren Bildungsabschlüssen. Dies überraschte deshalb, weil es in elementarpädagogischen Einrichtungen anderer Länder (Beispiel England, wo dies in der Langzeitstudie EPPSE festgestellt wurde) besser gelingt, Kinder aus benachteiligten Familien zu fördern.

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Presse

Homepage des Forschungsprojektes „Migration und Mehrsprachigkeit in der österreichischen Schule“

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