Der Arbeitsbereich Educational Governance, Schulforschung & Schulentwicklung

  • befasst sich in der Forschung mit der Evaluation der Wirkungen neuer Steuerungsinstrumente im Schulsystem, mit den Bedingungen und Implementationsprozessen der Schul- und Schulsystementwicklung und mit (auch international vergleichenden) Governanceanalysen zum österreichischen Schulsystem.
  • Methodisch werden mixed method-, quantitative und qualitative Verfahren verwendet.
  • Die Praxisorientierung zeigt sich in verschiedenen Veranstaltungen zur Dissemination von Forschungsergebnissen in Veranstaltungen mit einschlägigen stakeholdern, in der direkten Rückmeldung von Forschungsergebnissen an Einzelschulen, in regelmäßigen Kontakten zu Medien und in der engen Kooperation mit der PH Oberösterreich.
  • In der Lehre ist der Arbeitsbereich regelmäßig an nahezu allen erziehungswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen beteiligt.

Der Arbeitsbereich Unterrichtsentwicklung, Lehr- & Lernforschung & Lehrer/innenbildung befasst sich in der

  • Forschung mit (a) der Kompetenzmodellierung und -messung von kaufmännischen Kompetenzen von SchülerInnen berufsbildender mittlerer und höherer Schulen sowie der Erfassung des Professionswissens von Lehrkräften und Studierenden (v.a. in der Domäne Rechnungswesen); (b) der Analyse der fachlichen und überfachlichen (insbesondere motivationalen und sozialen) Kompetenzentwicklung von BMHS-SchülerInnen; (c) den Effekten von Kontextbedingungen (z.B. Lehrerwissen, Klassenklima, Heterogenität oder Leistungsniveau einer Klasse) auf das schulische Lernen.
  • Methodisch werden aktuelle, insbesondere quantitative Analyseverfahren (z.B. Mehrebenenstrukturgleichungsmodelle zur Erfassung von Kontexteffekten oder Soziale Netzwerkanalysen zur Erfassung von Schülerbeziehungen) herangezogen. Aber auch qualitative Verfahren (z.B. Thinking Aloud-Studien zur Erforschung von Denkprozessen beim Lösen von Schulbuchaufgaben) werden eingesetzt.
  • Praxisorientierung besteht in Rückmeldungen von Forschungsergebnissen an Schulen (z.B. COOL-LandesARGE bzw. HTL:impuls), an Ministerien (z.B. Evaluation der Handelsschule NEU) sowie auf praktikerorientierten Kongressen (z.B. WiPäd-Kongress).
  • In der Lehre fließt dieser Arbeitsbereich in die Übungen „Einführung in die Didaktik“ sowie „Pädagogik“ sowie die Vorlesung „Person-Schule-Gesellschaft“ ein.

Der Arbeitsbereich Pädagogische Psychologie ist in zwei Schwerpunkte untergliedert:

  • Die Entwicklungspsychologie fließt in die Lehre durch eine Übung zur Einführung in die Entwicklungspsychologie ein. Die Forschung bezieht sich auf (a) Entwicklungsprozesse als Bedingungen für späteren Schul(miss)erfolg, (b) Effekte von Schulautonomie auf die Entwicklung von Schüler/innen(-leistungen) und (c) differenzielle Entwicklungsprozesse, insbesondere bezogen auf pädagogisch-organisationale Leitungspositionen (Schulleitungsforschung). Methodisch werden vorwiegend quantitativ orientierte und experimentelle Verfahren genutzt, ferner die qualitative Diskursanalyse.
  • Die Pädagogische Psychologie fließt in die Lehre in Form von Übungen zur Pädagogischen Psychologie ein, die sich mit dem Thema „Lernen“ aus psychologischer Sicht auseinandersetzen. Die Forschung bezieht sich hier auf die Veränderungen schulischen Lernens, die durch die Implementation und die Wirkungen von Bildungsstandards und Kompetenzorientierung bewirkt werden. Methodisch werden mixed method-Verfahren bevorzugt.

Der Arbeitsbereich Schule & Gesellschaft

  • befasst sich in der Forschung mit Wechselwirkungen zwischen Bildungssystemen und gesellschaftlichen Systemen (wie insbesondere Wirtschaft und Politik), speziell mit gesellschaftlichen Ursachen und Wirkungen von (a) Bildungsungleichheit; (b) Bildungsreformen (wie Bologna-Prozess, PISA und Neue Steuerungsinstrumente); (c) kollektiven Lern-, Strukturations- und Machtbildungsprozessen; und (d) verschiedenen Formen der Bildungs-Governance.
  • Wissenschaftstheoretisch und methodisch werden (gesellschafts-)kritische Ansätze bevorzugt; ansonsten liegt der Schwerpunkt auf qualitativ-empirischen Methoden und Ansätzen, speziell Verfahren qualitativer Datenanalyse, mechanismen-basierten Erklärungen und Theoriebildung.
  • Praxisorientierung besteht in Rückmeldungen von Forschungsergebnissen, Beratung und Workshops für Akteure aus Schulen, Jugendeinrichtungen etc.
  • In der Lehre vertritt der Arbeitsbereich Schwerpunktseminare, die Übungen „Demokratie Lehren und Lernen“ und „Bildungssystem und Gesellschaft“ sowie „Qualitative Methoden“, außerdem die Einführung in die Didaktik für Erwachsenenbildung.

Der Arbeitsbereich Bildung & Migration

  • befasst sich in der Forschung mit dem Themenfeld der Migration und Mehrsprachigkeit im österreichischen Bildungssystem (schwerpunktmäßig in den Bereichen der Primar- und Sekundarstufe sowie Elementarpädagogik), in der Lehrerbildung und hinsichtlich struktureller Themen wie Diskriminierung, Segregation, Selektion und Bildungsungleichheit. Forschungsfragen werden vor dem Hintergrund international vergleichender Analysen beantwortet. Basis ist ein interdisziplinäres Verständnis, das neben bildungswissenschaftlichen Grundlagen die Soziologie, Kulturanthropologie und Politikwissenschaft als Bezugswissenschaften verwendet.
  • Methodisch werden mixed methods verwendet, je nach Fragestellung quantitative und qualitative empirische Methoden, idealerweise verschränkt, ebenso wie hermeneutische Vorgangsweisen. Wissenschaftstheoretisch wird von einem gesellschaftskritischen Ansatz ausgegangen, der Macht- und Ordnungsprozesse in einem intersektionalen Verständnis thematisiert.
  • Praxisorientierung besteht in der Rückmeldung an bildungspolitische Akteure, Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte/PädagogInnen und LeiterInnen von Schulen und elementarpädagogischen Einrichtungen.
  • In der Lehre ist der Arbeitsbereich in unterschiedlichen Formaten vertreten, wie etwa einer Übung zu „Migration, Sprachen, Religionen in bildungswissenschaftlichen Kontexten“, einem Schwerpunktseminar zu „Migration im Vergleich von Bildungssystemen“ oder einer Ringvorlesung zu „Lernen und Entwicklung im Kontext von Diversität und Intersektionalität“.