‘Vorträge’

Das Dilemma der Politischen Bildung

14. Juni 2011 Von: admin Kategorie: Medien, Tagungen, Vorträge 1 Kommentar →

Der Stellenwert der Politischen Bildung in Österreichs Schulen ist relativ gering. Meist ist Politische Bildung nur ein Unterrichtsprinzip bzw. an andere Fächer, wie z.B. Geschichte angehängt. Auch in der Lehrerausbildung findet es kaum Beachtung. Bedenkt man, dass das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt wurde, jedoch die politische Wissensvermittlung gegen Null geht, erkennt man eine klare Schieflage.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich, die Volkshochschule Linz und die Johannes Kepler Universität Linz griffen im Rahmen der Veranstaltungsreihe “brennpunkt.bildung” dieses Thema auf. Der Titel der Veranstaltung, die am 7. Juni im Linzer Wissensturm stattfand, lautet “Was kann Politische Bildung in der Schule leisten?”. Neben zwei Fachvorträgen fand eine spannende Podiumsdiskussion mit folgenden Teilnehmern statt:

  • Dr. Thomas Hellmuth (Universität Salzburg)
  • Dr. Gerhard Zenaty (Pädagogische Hochschule OÖ)
  • Dr. Christian Welniak (Universität Hamburg)
  • Mag . Ulrike Mitterlehner (AHS-Lehrerin)
  • Michael Trinko (Jugendsekretär ÖGB)
  • Garda Elsherif (Schulsprecherin Körnergymnasium)
  • Dr. Herbert Altrichter (Universität Linz)

Das Hauptreferat hielt Dr. Christian Welniak mit dem Titel “Kinder der Postdemokratie”. Er gibt Einblicke, was Politische Bildung in der Schule leisten sollte. Er wählt hierfür einen demokratiepädagogischen Ansatz. Was bedeutet überhaupt der Begriff Politische Bildung und was sind die Ziele? Sind Jugendliche unpolitisch und politikverdrossen? Diese und viele weitere Fragestellungen versucht Welniak in seinem Vortrag zu klären.

Den Vortrag von Dr. Christian Welniak sowie jenen von Dr. Thomas Hellmuth und Dr. Gerhard Zenaty können Sie in voller Länge auf BildungsTV sehen. Selbstverständlich auch die gesamte Podiumsdiskussion.

Video: http://www.bildungs.tv/news/allgemein/2948/
politische_bildung_schule.mov
(11-06-14)

gerhard zenaty, michael stanzer

Herbert Altrichter diskutiert mit Günther Haider über PISA 2009

15. Dezember 2010 Von: admin Kategorie: Presseecho, Veranstaltungen, Vorträge Kommentare deaktiviert

Herbert Altrichter diskutiert mit Günther Haider über PISA 2009

Fernsehbericht dazu in Oberösterreich heute – 14.12.2010 19:00 Uhr

Link: http://tvthek.orf.at/programs/70016-Oberoesterreich-heute/episodes/1782939-
Oberoesterreich-heute/1783943-Pisa-Studie (10-12-15)

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Schulschwänzen – drop out – early school leaving

15. Oktober 2010 Von: admin Kategorie: Tagungen, Vorträge Kommentare deaktiviert

Die Pädagogische Hochschule Oberösterreich veranstaltet am Freitag, dem 5. November 2010 (9:00 – 18.00 Uhr) das  Fachsymposium “Schulschwänzen – drop out – early school leaving“.
Ein immer aktuell werdendes Thema wird in dieser Fachtagung aufgegriffen.
Schülerinnen und Schüler scheitern an Schule und Unterricht, scheitern an sich selbst und ihrer Umwelt. Ihr Weg führt in den vorläufigen Abbruch der Bildungskarriere. Eine prekäre Biographie ist vorgezeichnet. Aber nicht alleine der Schüler/die Schülerin ist gescheitert, auch die Schule und die in ihr handelnden Professionellen.
Mit diesem Thema beschäftigen sich Referentinnen und Referenten aus Deutschland und Österreich: Mag. Wolfgang Rohm (Kinder – und Jugendanwaltschaft OÖ) debattiert das Thema „Schuleschwänzen“ aus Sicht von  Schüler/innen,  Dr. Thomas v. Freyberg (Uni Franfurt) berichtet aus einem Forschungsprojekt über Konfliktgeschichten nicht beschulbarer Kinder und Jugendlicher, Mag. Mario Steiner  (IHS Wien) stellt seine österreichweiteStudie zur Situation der sogenannter ‚Early School Leavers‘ vor und Mag. Daniel Hofstetter (PH Fribourg) thematisiert in seinem Vortrag, welche Auswirkungen die Thematisierung von sogenannter Normabweichung und Misserfolg in der Schule auf die Ausbildung von Lehrer/innen stellen kann.In 5 Workshops werden diese Themen vertieft und durch einen Workshop, der die Zusammenarbeit von Pädagogik und Sozialarbeit zum Thema hat, ergänzt (genaues Programm siehe Anlage)

Tagungsort :  Pädagogische Hochschule OÖ, Kaplanhofstr. 40, 4010 Linz
Kein Eintritt!
Anmeldung bei Frau Regina Bouchal (07 7470-3112; regina.bouchal@ph-ooe.at) bis 21.10.

PÄDAGOGISCHE HOCHSCHULE OÖ
Leiter des Instituts für Inklusive Pädagogik,
Interkulturelle Pädagogik, innovative Lehr- und Lernkultur
4020 LINZ | Kaplanhofstraße 40 | ÖSTERREICH/AUSTRIA |
Telefon: +43 732 7470-3106 | Web: www.ph-ooe.at |
Mail to: ewald.feyerer@ph-ooe.at

daniel hofstetter ph fribour, diplomarbeit drop-outs und Early School Leavers in Österreich

Was PISA und Bologna erreichen wollten – Ein kritischer Rückblick: Waren und sind es die richtigen Ziele?

23. November 2009 Von: admin Kategorie: Veranstaltungsdokumente, Vorträge Kommentare deaktiviert

Was PISA und Bologna erreichen wollten – Ein kritischer Rückblick: Waren und sind es die richtigen Ziele?

Ort: Johannes-Kepler-Universität Linz, Repräsentationsraum C.
Termin: Donnerstag, 21.1.2010, 16 Uhr.
Veranstalter: ÖFEB-Sektion Schulforschung und Schulentwicklung und ÖGS-Sektion Bildungssoziologie.

Die deutschsprachigen Bildungssysteme werden unter den Stichworten „PISA (& Co.)“ und „Bologna-Prozess“ einschneidenden Reformen unterzogen. Deren Agenden wurden in einer Zeit geschaffen, in der die westliche Welt ihre Reformstrategien an einem marktorientierten, ordo- bzw. neoliberalen wirtschaftspolitischen Credo der Deregulierung, Privatisierung und der Marktliberalisierung ausrichtete. Dies hat sich auch in den Zielsetzungen der Reformen der Bildungssysteme niedergeschlagen. Seit der Finanzmarktkrise ist aber nun jenes Credo ins Wanken geraten. Deshalb erscheint es uns passend, heuer einen Blick zurück zu werfen und die Ziele und Motivationen der bildungspolitischen Reformagenden einer kritischen Revision zu unterziehen: Waren und sind es, von heute aus betrachtet, die richtigen Ziele? Inwieweit ist es an der Zeit, wirtschafts- und bevölkerungspolitische Hintergrundvorstellungen, die in den Reformagenden angelegt sind, zu revidieren? Zu diesem Zweck laden wir zu dieser Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ein, in der wir ökonomische und politische Hintergründe der europäischen Schul- und Universitätsreformstrategien beleuchten.

Prof. Dr. Walter Ötsch (Linz):
Der neoliberale Marktdiskurs: Denkmodell, gesellschaftlicher Siegeszug und Auswirkungen auf das Bildungssystem

Der Vortrag beginnt mit den unscheinbaren Ursprüngen des neoliberalen Markt-Diskurses in den 1930er und 40er Jahren, in der eine kleine Außenseitergruppe entschiedener marktradikaler Wissenschaftler an Strategien zu feilen begann, ihre Weltsicht zu verbreiten, und wie sie erste wirklich weit tragende Gelegenheiten dazu im Anschluss an die Öl- und Stagflationskrise Mitte/ Ende der 70er, Anfang der 1980er Jahre bekamen. In einem zweiten Schritt wird gezeigt, wie der neoliberale Markt-Mythos seinen Siegeszug antritt: Wie mehr und mehr westliche Staaten ihn zur Leitlinie ihrer Wirtschaftspolitik machen, wie er den öffentlichen Diskurs durchtränkt und zu beherrschen beginnt, bis er schließlich in Form scheinbar selbstverständlicher Auffassungen die Alltagskultur der Bevölkerung prägt – und alternative Auffassungen diskreditiert. Der dritte Teil des Vortrags bietet eini- ge Thesen zur Frage, wie der neoliberale Marktdiskurs heute via Bologna und PISA&Co. die Universitäten und Schulen zu prägen begonnen hat.

Dr. Roman Langer (Linz):
Wie „PISA“ und „Bologna“ entstanden sind und wozu sie dienen sollten

Dieses Koreferat schildert zunächst, auf welche Ursachen die PISA-Vergleichsstudien zurückgehen und zeigt, dass sie bis zum Sputnik-Schock der U.S.A. zurückreichen. PISA und die Reformen, die negative PISA-Ergebnisse beheben sollen, wie Kompetenzorientierung und Bildungsstandards, erscheinen als Resultat dreier Re- formwellen, die mit ein und demselben Muster von Gründen motiviert wurden – dem Erfolg oder drohenden Misserfolg in der globalen Staatenkonkurrenz. Anschließend werden Entstehung und Motivation des Bologna- Prozesses rekonstruiert. Erläutert wird, wie sich ein zunächst langsamer und multithematischer Hochschulre- formdiskurs in zwei Schritten – ab Mitte der 1990er Jahre bis zur Sorbonne-Erklärung 1998 und im Anschluss an die Lissabon-Strategie der Europäischen Union 2000 – plötzlich zu der dynamisch voran getriebenen Reforma- genda entwickelt, die „Bologna“ heute ist. Als Quintessenz aus beiden Prozessen wird zum Schluss rekonstruiert, welche Handlungslogik und welches Bild transnationaler Beziehungen die beiden großen Reformagenden prägt.

bologna prozess pisa

PISA und PIRLS 2006: Neue Befunde – alte Probleme?

17. Januar 2008 Von: admin Kategorie: Medien, Vorträge Kommentare deaktiviert

Am 14.1.2008 startete die AK OÖ zusammen mit der Uni Linz (Institute für Pädagogik und Psychologie sowie für Soziologie) und der Volkshochschule Linz die Veranstaltungsreihe „brennpunkt.bildung“ mit dem Thema „PISA und PIRLS 2006. Neue Befunde – alte Probleme?“.

Referate

  • Ass.Prof. DDr. Günter Haider (Leiter Zentrum für Vergleichende Bildungsforschung Universität Salzburg)
  • Dr.in Elisabeth Stöttinger (Projektteam PIRLS)
  • Dr..in Andrea Grafendorfer (Projektteam PISA)
  • Anschließend Podiumsdiskussion
  • Fritz Enzenhofer (gf. Präsident des Landesschulrats für OÖ)
  • Dr. Karl Frais (Mitglied des Kollegiums des Landesschulrats für OÖ)
  • Dr. Johann Kalliauer (Präsident der AK OÖ)
  • Gertrude Schatzdorfer (gf. Gesellschafterin der Fa. Schatzdorfer Gerätebau GmbH & Co KG)
  • Moderation: Mag. Wolfgang Braun, OÖN

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