… Beiträge zum universitären Exzellenzschwerpunkt „Dynamik und Gestaltung sozialer Systeme“

Linzer Elternbefragung 2008

06. Februar 2010 Von: Herbert Altrichter Kategorie: Abgeschlossene Projekte, Evaluation und Qualitätssicherung, Forschungs- und Evaluationsmethoden, Schulforschung, Schulentwicklung und Governance des Bildungswesens, … Beiträge zum universitären Exzellenzschwerpunkt „Dynamik und Gestaltung sozialer Systeme“ Kommentare deaktiviert für Linzer Elternbefragung 2008

Projektbearbeitung Herbert Altrichter Johann Bacher Martina Beham-Rabanser Gertrud Nagy Daniela Wetzelhütter Dauer 2007 – 2008 • Kurzbeschreibung (in der Regel etwa eine ½ Seite) Mit der Linzer Elternbefragung sollten folgende Fragestellungen beantwortet werden: • Wie wirkt der Besuch eines städtischen Kindergartens auf den Schulerfolg? • Welche Auswirkungen hat die Auflösung der Schulsprengel im Schuljahr 2007/2008? Hat diese zu einer größeren oder geringeren sozialen Selektivität geführt? • Welche Auswirkungen hat die Errichtung des Gymnasiums in der Solar-City? Methoden: • In einer standardisierten Eltern-Befragung wurde eine Stichprobe von 3.425 Erziehungsberechtigten (aus 5 Jahrgängen, nämlich der 4 aktuellen Jahrgänge der Volksschulkinder sowie der gerade eingeschriebenen Schulanfänger/innen) mittels schriftlicher Fragebögen befragt. Die Rücklaufquote betrug 55 Prozent. Durch spezielle Vorkehrungen bei der Erhebung wurde eine befriedigende Repräsentierung von Eltern mit Migrationshintergrund erreicht. • Ergänzend wurden für eine qualitative Analyse fünf Schulen ausgewählt, die nach der Einschätzung durch die Schulaufsicht als „Gewinner“ oder „Verlierer“ (insbesondere in Hinblick auf steigende/fallende Schülerzahlen) der Sprengelauflösung gelten konnten. Auf der Basis von Interviews mit Schulleiterin, Klassenlehrerinnen, Elternvertreter/innen sowie einzelnen Kindergärtnerinnen wurden Fallstudien über Wahrnehmung und Reaktionsweisen auf die Freigabe der Schulwahl an diesen Standorten erstellt. Auftraggeber/Förderung Stadt Linz Publikationen und Dokumente Altrichter, H., Bacher, J., Beham-Rabanser, M., Nagy, G. & Wetzelhütter, D. (2008). Linzer Elternbefragung 2008. Endbericht. Unv. Projektbericht. Linz: Johannes Kepler Universität. Altrichter, H., Bacher, J., Beham-Rabanser, M., Nagy, G. & Wetzelhütter, D. (2009). Was verändert sich durch die Freigabe der Schulwahl in der Grundschule? Ergebnisse einer Elternbefragung in einer österreichischen Großstadt. Referat bei der KBBB-DGfE-Tagung, Unv. Münster, 9. Oktober 2009 Herbert Altrichter & Gertrud Nagy (2010). Freigabe der Schulwahl aus der Perspektive betroffener Grundschulen. Erscheint im Tagungsband

Schulentwicklung durch Schulprofilierung?

06. Februar 2010 Von: Herbert Altrichter Kategorie: Abgeschlossene Projekte, Schulforschung, Schulentwicklung und Governance des Bildungswesens, … Beiträge zum universitären Exzellenzschwerpunkt „Dynamik und Gestaltung sozialer Systeme“ Kommentare deaktiviert für Schulentwicklung durch Schulprofilierung?

Projektbearbeitung Herbert Altrichter Martin Heinrich Birgit Mitterhumer Ulrike Prexl-Kraus Kooperation mit der Pädagogischen Akademie des Bundes in Oberösterreich (Prof. Dr. Ewald Feyerer, Prof. Mag. Dr. Erwin Gierlinger, Dipl.-Päd. Eva Prammer-Semmler, Prof. Dr. Katharina Soukup-Altrichter) Dauer 2006 – 2008 Kurzbeschreibung "Schulprofilierung" ist ein wesentliches Instrument und Ergebnis der Politik der Schulautonomisierung, die seit 1993/94 als erste Ausprägung der 2. Welle der Schulmodernisierung nach dem 2. Weltkrieg die bildungspolitische und schulentwicklerische Aufmerksamkeit in den deutschsprachigen Schulsystemen entscheidend geprägt hat. In diesem Forschungsprojekt wurden die Veränderungen der inner- und überschulischen Governance (Steuerung im erläuterten Sinn) im Zuge von Prozessen der Schulprofilierung unter folgenden Fragestellungen untersucht: • Durch welche innerschulischen und ev. überschulischen Prozesse erarbeiten Schulen "Schulprofilierungen" mit unterschiedlichen "Profilierungsinhalten"? • An welchen Gestaltungs- und Evaluationskriterien orientieren sich die Profilierungsprozesse? • Wie verändern sich im Zuge solcher Prozesse Arbeitsweise, Struktur und Funktion von Einzelschulen? • Wie verändern sich im Zuge solcher Prozesse Arbeitsweise, Struktur und Funktion von anderen Systemmitspielern aus dem Bereich der intermediären und zentralen Ebenen des Bildungssystems? In welcher Weise verändert sich dadurch die 'Governance' im Schulsystem? • Lassen sich in Hinblick auf unterschiedliche "Profilierungsinhalte" unterschiedliche Prozesse und Ergebnisse von Profilierungsvorgängen beobachten? Methodisch wurde ein Fallstudienansatz gewählt, der 8 Schulfallstudien auf der Basis von Qualitativen Interviews und Dokumentenanalysen umfasste. Auftraggeber/Förderung Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank Publikationen und Dokumente Altrichter, H. & Soukup-Altrichter, K. (2008). Changes In Educational Governance Through More Autonomous Decision-Making and In-School Curricula? In: International Journal of Contemporary Sociology 45, 2, 33 – 49. Altrichter, H., Heinrich, M. & Soukup-Altrichter, K. (2010). Schulentwicklung durch Schulprofilierung? Zur Veränderung von Koordinationsmechanismen im Schulsystem. Wiesbaden: VS (in Vorb.)

Umsetzungsanalyse des Konzeptes HAS Neu Bregenz – eine Schule mit ganztägigem Unterricht

06. Februar 2010 Von: Herbert Altrichter Kategorie: Abgeschlossene Projekte, Evaluation und Qualitätssicherung, Forschungs- und Evaluationsmethoden, Schulforschung, Schulentwicklung und Governance des Bildungswesens, … Beiträge zum universitären Exzellenzschwerpunkt „Dynamik und Gestaltung sozialer Systeme“ Kommentare deaktiviert für Umsetzungsanalyse des Konzeptes HAS Neu Bregenz – eine Schule mit ganztägigem Unterricht

Projektbearbeitung Herbert Altrichter Christoph Helm Barbara Kallinger Dauer 1.2.2010 – 1.12.2010 Kurzbeschreibung Seit dem Schuljahr 2007/2008 wird ein Konzept einer Handelsschule NEU – parallel zu einer weiter bestehenden Normalform der HASch in der BHAK Bregenz umgesetzt, das durch flgenden Merkmale gekennzeichnet ist: • Ganztagsschule • Verstärkter Einsatz von schüleraktivierenden Unterrichtsformen (Freiarbeit, offenes Lernen, ausgewogener Einsatz von Instruktion und Konstruktion) • Fächer zur Förderung der Kreativität als Ergänzung • Teamarbeit von Lehrpersonen • Klassenvorstandsteam (2 Lehrpersonen) • Teamtrainings und Kennenlerntage • Verstärkte Förderung in der Schule • Möglichst wenig Arbeit zu Hause • Ausgewogene Förderung von dynamischen und statischen Fähigkeiten • Klassenrat Von den VertreterInnen der BHAK Bregenz wurden folgende Fragen an eine Evaluation formuliert: a) In welchen Bereichen waren wir erfolgreich? Welche Ziele wurden inwieweit erreicht? b) Welche Verbesserungsvorschläge für das Konzept schlägt das Forschungsteam vor? c) Wie stellt sich die HAS NEU im Vergleich zur „HAS Klassik“ dar? d) Wie ist die Akzeptanz des Projekts bei verschiedenen Gruppen (Schüler/innen, Lehrpersonen im Projekt, Lehrpersonen außerhalb des Projekts, Eltern) e) Hat sich die Lehrer/innen/rolle verändert? f) Sind bestimmte Schlüsselkriterien für einen erfolgreichen Unterricht in der HAS NEU erkennbar? Diesen Fragen soll im Rahmen dieser vorliegenden Evaluation durch folgende Merkmale nachgegangen werden: • Befragungen verschiedener Bezugsgruppen. Für die SchülerInnen wird dabei eine online-Befragung aller SchülerInnen aller 3 Jahrgänge aller HASch-Klassen der BHAK Bregenz (HASchNeu und Normalklassen) durchgeführt, während alle anderen Gruppen durch Gruppen- und Einzelinterviews erfasst werden. • Zusätzlich werden um fachliche und Integrationsziele zu untersuchen, Vergleichsarbeiten und statistische Analysen durchgeführt. Auftraggeber/Förderung BMUKK, Sektion II