|
- Stärkung der Schülermotivation durch die
Methodenvielfalt und die Unterstützung des Lernens
durch Tun
- kognitive Schlüsselqualifikationen wie
Systemdenken und Problemlösefähigkeit
können intensiver vermittelt werden
- durch das selbsttätige, schüleraktive
Lernen können sich Schüler besser mit dem
Unterricht identifizieren, und sie übernehmen damit
auch eher die Verantwortung für ihr eigenes Lernen
- die Handlungskompetenz der Schüler, die durch
handlungsorientierten Unterricht erreicht werden soll,
befähigt die Schüler zu einer
größeren Selbständigkeit in ihrem Denken
und Handeln
- erfolgt die Leistungsbewertung nicht mehr allein
durch den Lehrer, lernen die Schüler
Beurteilungskriterien zu entwickeln und sich und andere
beim Lernprozeß zu beobachten
- Verbesserung der Lernfähigkeit durch ein
ausgewogenes Verhältnis von Kopf- und Handarbeit
- Förderung der Persönlichkeitsfindung durch
die Unterstützung bei der Meinungsbildung, der
Kritikfähigkeit.
- durch das Erschließen ganzheitlicher
Zusammenhänge (auch u. a. durch die praktische
Tätigkeit) wird eine rein abstrakte und oft
wirklichkeitsfremde Sichtweise verhindert
- die stärker emotional orientierte Umgangsweise
(die "neue Sinnlichkeit") unterbindet eine Entwicklung
hin zum ausschließlich Rationalen
- gute Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt, wo in der
Regel selbständig handelnde Mitarbeiter verlangt
werden
- größere Berufszufriedenheit der Lehrer als
Folge von entsprechendem Engagement
|
- handlungsorientierter Unterricht ist
materialintensiver und störungsanfälliger als
lehrerzentrierter Unterricht (durch eine schlechte
Vorbereitung können die gewünschten Effekte
eine gegenteilige Wirkung entfalten und sogar Resignation
verursachen)
- besonders in der Anfangs- und Vorbereitungsphase
besteht für Schüler und Lehrer ein großer
Zeitaufwand
- team-teaching wird dann zum Problem, wenn nicht
genügend Lehre vorhanden sind oder die
Zusammenarbeit nicht funktioniert
- das Grundkonzept allein beinhaltet wenig Konkretes
für die didaktische Umsetzung - weitere
Hilfestellungen für die Unterrichtspraxis erscheinen
notwendig
- handlungsorientierter Unterricht impliziert
interessierte und engagierte Lehrer und Schüler
(idealisiertes Menschenbild ?)
- Problem der Umgestaltung von Kammerprüfungen am
Ende der Ausbildung (programmierte Prüfungen sind
nicht in der Lage, komplexe berufliche
Handlungsfähigkeit abzuprüfen)
|