Nachdem Sie Ihr Thema erhalten haben, sollten Sie einen Zeitplan
aufstellen. Folgende Fragen sind vielleicht zu
berücksichtigen:
Einige praktische Einstiegsmethoden der Schreibtechnik hat Susanne Rieder zusammengefaßt!
In vielen Fällen wird die Literatur zu Ihrem Thema vom Leiter
der Lehrveranstaltung angegeben (das fördert
nicht die Entwicklung adäquater Studiertechnik und sollte
zumindest dadurch kompensiert werden, indem Sie
zusätzlöiche Literatur ausfindig machen!). In diesem Fall
müssen Sie sich die Bücher aus der Institutsbibliothek
oder der Bibliothek eines anderen Instituts besorgen. An der
Universität steht Ihnen auch die Universitätsbibliothek
zur Verfügung. In einigen Fällen kann es vorkommen,
daß auch andere öffentliche Bibliotheken - z.B. die
Studienbibliothek in Linz, aber auch Spezialbibliotheken wie die der
Arbeiter- oder Wirtschaftskammer - herangezogen werden müssen.
Bei ausgefallenen Titeln muß unter Umständen auch die
Fernleihe (z.B. die Nationalbibliothek in Wien) in Betracht gezogen
werden.
In einigen Seminaren wird die Literatur auch direkt vom Leiter der
Lehrveranstaltung bezogen werden können. Wird zu einem
Seminarthema keine Literatur angegeben, so müssen Sie sich diese
mithilfe von Handbüchern, Lexika, Bibliographien, Abstracts,
Stichwortverzeichnissen, in elektronischen Datenbanken von
Bibliotheken oder mithilfe von Suchmaschinen
im Internet besorgen. Danach wird es allerdings günstig
sein, sich mit dem Leiter der Lehrveranstaltung in Verbindung zu
setzen, der mit Ihnen die Auswahl überprüfen wird.
Wenn Literatur für eine Seminararbeit gelesen werden soll,
dann handelt es sich dabei vor allem um informierendes Lesen -
teilweise auch um studierendes Lesen.
Informierendes Lesen: Ziel des informierenden Lesens ist vor
allem, um zu prüfen, ob ein Lestestoff für einen bestimmten
Zweck auch brauchbar ist und/oder einen ersten Eindruck und
Überblick über den Lesestoff zu gewinnen. Das Vorgehen
dabei kann z.B. folgendes sein:
Studierendes Lesen: Ziel das studierenden Lesens ist das Aufnehmen, Verarbeiten und Behalten des Inhaltes, das Aneignen neuer Techniken und Verfahren (auch für Prüfungen). Das Vorgehen dabei kann sein:
Besonders wichtig bei fremdsprachigen Artikeln oder Bücher ist das Anfertigen einer genauen Übersetzung. Oft kann es bei solchen Arbeiten günstig sein, eine Kartei oder Datenbank von Fachtermini anzulegen, um zu vermeiden, daß Wörter verschieden übersetzt werden. Für viele Bereiche der Pädagogik und der Psychologie gibt es Fachwörterbücher, in denen die gebräuchlichsten Übersetzungen zusammengefaßt sind. Auf diese Weise können Begrifflichkeiten schnell nachgeschlagen werden und der Zeitaufwand für das Lesen wird deutlich geringer. Für viele Texte in fremden Sprachen gibt es allerdings bereits deutsche Fachübersetzungen, sodass nicht für jedes Buch bzw. jeden Artikel eine eigene Übersetzung angefertigt werden muss. Der Kauf einer solchen Übersetzung kann somit eine lohnenswerte Investition sein.
Von diesem Teil der Arbeit wird das Endergebnis - sprich:
schriftliche Arbeit bzw. Referat - in erster Linie abhängen. Es
ist schwierig, dafür Regeln aufzustellen. Dennoch sollen Ihnen
einige Hinweise helfen, leichter zurechtzukommen.
Wenn Sie die bisher geleisteten Vorarbeiten gewissenhaft durchgeführt haben, wird Ihnen die endgültige Erstellung kaum noch Probleme bereiten. Bei Unklarheiten wird auch die Rücksprache mit dem Leiter der Lehrveranstaltung nützlich sein. Bei der Gliederung der Arbeit halten sie sich an folgende allgemeinen Richtlinien:
Alle von Ihnen aus der Literatur wörtlich oder sinngemäß übernommenen Aussagen müssen unmittelbar im Text belegt werden. Wörtlich übernommene Stellen - auch wenn sie kurz sind - müssen durch Anführungszeichen gekennzeichnet sein. Der Beleg des Zitats erfolgt unmittelbar nach der übernommenen Stelle. Im Detail hierzu: Richtlinien für Quellennachweise.
Beachten Sie bitte auch die auf einem anderen Arbeitsblatt zusammengestellten formalen Hinweise zur Gestaltung einer Seminararbeit.
Von Rainer Bromme & Riklef Rambow stammt der IMHO beste Text im net, wenn es darum geht, ein "Referat" zu halten: "Die Verbesserung der mündlichen Präsentation von Referaten: Ein Ausbildungsziel und zugleich ein Beitrag zur Qualität der Lehre". Der Untertitel verrät, daß es dabei nicht nur um die studentischen Präsentationen in Lehrveranstaltungen geht, sondern um grundsätzliche Überlegungen zur Thematik des mündlichen Vortrags.